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Online-Bewertungen sind für Bildungseinrichtungen zunehmend ein zweischneidiges Schwert. Einerseits können positive Rezensionen das Ansehen einer Schule stärken und Eltern bei der Schulwahl unterstützen. Andererseits sehen sich immer mehr österreichische Schulen mit negativen, unsachlichen oder schlichtweg falschen Bewertungen konfrontiert. Bewertungsplattformen werden im schulischen Kontext häufig von Schülern aber auch Eltern als Ventil für Frust genutzt. Eine schlechte Note oder ein Konflikt im Klassenzimmer führt mitunter schnell zu einer emotionalen 1-Stern-Bewertung, die das Gesamtbild der Schule im Netz nachhaltig verzerrt. Gleichzeitig haben Schülerinnen und Schüler diese Plattformen für sich entdeckt, um Spaßbewertungen abzugeben – gewissermaßen der digitale Scherzanruf des 21. Jahrhunderts.

Das Ergebnis ist ein unkontrollierbares und oft unfair anmutendes Meinungsbild, das für Schulleitungen und Lehrkräfte zu einer echten Belastung wird. Zwar besteht grundsätzlich die Möglichkeit, unangebrachte Bewertungen bei Google zu melden, doch entscheidet letztlich der Technologiekonzern darüber, ob diese tatsächlich gelöscht werden. Eine Garantie für die Entfernung rufschädigender Kommentare gibt es auf diesem Weg nicht.

Google reagiert auf Kritik aus dem Bildungsbereich

Nach zahlreichen Rückfragen und anhaltender Kritik aus dem Bildungssektor hat Google seine Richtlinien angepasst. Für allgemeinbildende Schulen wurde die Bewertungsfunktion im Unternehmensprofil generell entfernt. Es gibt jedoch einen entscheidenden Haken: Einen einfachen Button zum Abschalten der Bewertungen sucht man vergebens. Die Deaktivierung ist vielmehr eine Folge der globalen Google-Richtlinie vom 30. April 2025, die Bewertungen für bestimmte Schulkategorien unterbindet.
Damit eine Schule von dieser Neuerung profitiert und die Kontrolle über ihren digitalen Auftritt zurückgewinnt, muss ihr Google-Unternehmensprofil exakt einer der betroffenen Hauptkategorien zugeordnet sein. Zu diesen Kategorien zählen unter anderem Volksschule, Mittelschule, Unterstufe AHS, Oberstufe AHS (Gymnasium, Realgymnasium etc.), Sonderschule, Zentrum für Inklusivpädagogik sowie Öffentliche Schule (allgemein) und Öffentliche Bildungseinrichtung.

Die Lösung: Korrekte Kategorisierung des Schulprofils

Um die Bewertungsfunktion dauerhaft zu deaktivieren, müssen Schulen ihr Profil auf Google entsprechend anpassen. Dies geschieht über die Verwaltung des eigenen Google-Unternehmensprofils. Sobald die richtige Zielkategorie hinterlegt ist, prüft Google die Änderung. Dieser Vorgang kann bis zu drei Tage in Anspruch nehmen. Nach erfolgreicher Umstellung werden die bestehenden Bewertungen vom Profil der Schule entfernt und keine neuen mehr zugelassen.
Es kommt in der Praxis häufig vor, dass zwar ein Google-Unternehmensprofil für eine Schule existiert, aber niemand im aktuellen Kollegium weiß, wer dieses verwaltet. In einem solchen Fall muss zunächst der Zugriff auf das Profil angefordert werden. Dies erfolgt über eine offizielle Inhaberschaftsanfrage, die ebenfalls über Google Maps initiiert werden kann.

Detaillierte Anleitung für Schulen

Um Schulen bei diesem Prozess bestmöglich zu unterstützen, haben wir eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung erstellt. Dieses Dokument führt Sie sicher durch den Prozess der Kategorie-Änderung und erklärt zudem ausführlich, wie Sie vorgehen müssen, falls Sie aktuell keinen Zugriff auf das Google-Profil Ihrer Schule haben.
Die Anleitung steht Ihnen hier zur Verfügung: Google_Bewertungen_entfernen
Sollten Sie Fragen zur Umsetzung haben oder Unterstützung bei der Verwaltung Ihres digitalen Schulprofils benötigen, können Sie sich gerne jederzeit an uns wenden.