Ein Ausschuss des Europäischen Parlaments hat am 16. Oktober 2025 für weitreichende neue Regeln zum Schutz von Minderjährigen im Internet gestimmt, darunter ein EU-weites Mindestalter von 16 Jahren für die Nutzung von sozialen Netzwerken wie TikTok, Instagram und Co. ohne elterliche Zustimmung. Der Vorschlag sorgt für intensive Debatten in ganz Europa und könnte die digitale Landschaft für Familien und Schulen in Österreich grundlegend verändern.
Der EU-Vorstoß im Detail: Mehr als nur ein Mindestalter
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Forderung
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Beschreibung
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Mindestalter
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EU-weites Mindestalter von 16 Jahren für soziale Medien, Video-Plattformen und KI-Begleiter ohne elterliche Zustimmung. Für Kinder unter 13 Jahren soll der Zugang gänzlich verwehrt werden.
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Design-Verbote
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Verbot von “süchtig machenden” Design-Mechanismen wie unendliches Scrollen, Autoplay-Videos und verschwindende “Stories”. Diese sollen standardmäßig deaktiviert sein.
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Verbot schädlicher Praktiken
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Verbot von “Loot Boxes” (virtuelle Schatzkisten) in Spielen, die für Minderjährige zugänglich sind, sowie stärkere Regeln der Monetarisierung von “Kidfluencing”, bei dem Kinder als Influencer:innen vermarktet werden.
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Algorithmen-Kontrolle
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Verbot von auf Engagement basierenden Empfehlungsalgorithmen für Minderjährige, die oft zu einer Radikalisierung der Inhalte führen.
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Strikte Durchsetzung
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Die EU-Kommission wird aufgefordert, die bestehenden Regeln des Digital Services Act (DSA) konsequent durchzusetzen, inklusive hoher Geldstrafen und, als letztes Mittel, der Sperrung von Plattformen.
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